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Unterhalt berechnen: Die laufenden Kosten eines Autos im Blick

Beim Autokauf zählen neben Kaufpreis und Monatsrate auch die laufenden Kosten für Kraftstoff, Versicherung und Wartung. Berücksichtigen Sie auch den Wertverlust, also den sinkenden Verkaufswert des Autos, und mögliche Kreditzinsen. So berechnen Sie die Gesamtkosten für den geplanten Zeitraum.

Vergleichen Sie Fahrzeuge, wenn Sie mit jedem gleich viele Kilometer pro Jahr fahren und es gleich lange behalten. So erkennen Sie, ob höhere Versicherungs-, Energie- oder Werkstattkosten den niedrigeren Kaufpreis aufwiegen.

Welche Kosten zum Auto-Unterhalt zählen

In die Rechnung gehören laufende Zahlungen und weitere Kosten. Die Tabelle zeigt die einzelnen Posten.

Kostenart Was Sie einrechnen sollten
Kraftstoff oder Strom Verbrauch, Jahreskilometer und Energiepreis
Versicherung Haftpflicht und je nach Bedarf Teil- oder Vollkasko
Kfz-Steuer Steuer für das konkrete Fahrzeug
Wartung und Reparaturen Inspektionen, Verschleißteile und mögliche Reparaturen
Reifen und Pflege Reifenwechsel und -ersatz, Wagenwäsche und Pflege
Weitere Ausgaben Zum Beispiel Parken, Hauptuntersuchung und Stellplatz
Wertverlust Unterschied zwischen Kaufpreis und erwartetem Verkaufspreis
Finanzierung Kreditzinsen sowie die monatliche Belastung durch die Rate

Der Begriff „Unterhalt“ meint im Alltag oft vor allem regelmäßige Ausgaben wie Tanken, Versicherung und Werkstatt. Für einen fairen Kostenvergleich gehört auch der Wertverlust dazu. Ein Auto verliert über die Haltedauer an Verkaufswert, selbst wenn Sie dafür keine monatliche Rechnung erhalten. Kreditzinsen erhöhen die Gesamtkosten ebenfalls.

Kraftstoff und Strom berechnen

Die Energiekosten hängen vor allem davon ab, wie weit Sie fahren, wie viel das Auto verbraucht und welchen Preis Sie pro Liter oder Kilowattstunde zahlen. Für einen Benziner oder Diesel lautet die Rechnung:

Jahreskosten = Jahreskilometer × Verbrauch je 100 km ÷ 100 × Preis je Liter

Bei einem angenommenen Verbrauch von 6,5 Litern je 100 Kilometer und einem Literpreis von 1,92 Euro können Sie mit der Formel die jährlichen Kraftstoffkosten berechnen. Der Preis von 1,92 Euro ist ein Rechenwert aus den ADAC-Berechnungsgrundlagen vom April 2026. An der Tankstelle kann der Preis abweichen. Kraftstoffpreise unterscheiden sich je nach Ort und Zeitpunkt.

Für ein Elektroauto setzen Sie den Stromverbrauch je 100 Kilometer und den Strompreis je Kilowattstunde in dieselbe Rechnung ein. Der ADAC verwendete für seine Berechnungen im April 2026 einen Ansatz von 0,44 Euro je Kilowattstunde. Für Ihre eigene Schätzung zählt der Tarif, den Sie tatsächlich zahlen. Wenn Sie mehrere Autos vergleichen, verwenden Sie für alle dieselbe Jahresfahrleistung und legen Sie Ihre Preisannahmen offen.

Versicherung und Steuer prüfen

Der Versicherungsbeitrag hängt unter anderem vom Fahrzeugmodell, dem Zulassungsbezirk und Ihrer Schadenfreiheitsklasse ab. Diese Klasse richtet sich nach Ihren bisherigen Schäden. Auch die jährliche Fahrleistung und die Personen, die laut Vertrag fahren dürfen, spielen eine Rolle. Auch der gewählte Schutz verändert den Preis. Holen Sie deshalb vor dem Kauf Angebote für genau das Modell ein, das Sie in Betracht ziehen. Ein Durchschnittswert sagt wenig über Ihren persönlichen Beitrag aus.

Auch die Kfz-Steuer sollten Sie anhand der konkreten Fahrzeugdaten berechnen. Je nach Fahrzeug zählen Antrieb und Hubraum zu den Faktoren. Auch der CO₂-Ausstoß spielt eine Rolle. Für ältere Fahrzeuge gelten teilweise andere Berechnungsvorschriften. Prüfen Sie die Steuer deshalb für das genaue Modell und dessen Erstzulassungsdatum, statt sie nur nach Größe oder Leistung des Autos zu schätzen.

Wartung und Reparaturen einplanen

Inspektionen und Ölwechsel fallen regelmäßig an. Reifen und Verschleißteile wie Bremsen müssen Sie je nach Abnutzung ersetzen. Die Kosten hängen unter anderem vom Modell, den vorgeschriebenen Wartungsintervallen und den Werkstattpreisen ab. Ein niedriger Kaufpreis sagt wenig darüber aus, wie teuer Wartung und Reparaturen ausfallen.

Planen Sie neben den typischen Wartungskosten auch einen finanziellen Puffer für unerwartete Reparaturen ein. Bei einem Gebrauchtwagen lohnt sich vor dem Kauf eine Prüfung des Zustands und der Wartungshistorie. Eine Durchschnittsrechnung kann einzelne Schäden nicht vorhersagen und ersetzt keine Begutachtung des konkreten Fahrzeugs.

Wertverlust und Finanzierung trennen

Der Wertverlust ist die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Betrag, den Sie beim späteren Verkauf voraussichtlich erzielen. Für eine grobe Schätzung teilen Sie diese Differenz durch die geplante Haltedauer in Monaten. Der tatsächliche Verkaufspreis bleibt unsicher und hängt unter anderem vom Zustand und der Marktnachfrage ab.

Bei einer Finanzierung sollten Sie die Kreditrate nicht einfach als zusätzliche Autokosten zu Versicherung, Kraftstoff und Wartung addieren. Ein Teil der Rate zahlt den geliehenen Betrag zurück. Die Zinsen sind Finanzierungskosten. Für Ihr monatliches Budget zählt die volle Rate; für den Kostenvergleich zählen die Zinsen und der Wertverlust. Prüfen Sie daher beide Größen getrennt.

Autos nach Gesamtkosten vergleichen

ADAC-Modellrechnungen verwenden einheitliche Annahmen, damit sich Fahrzeuge gegenüberstellen lassen. Die Berechnung für 2026 beruht beispielsweise auf einheitlichen Annahmen zu Haltedauer und Jahresfahrleistung. Wenn Sie pro Jahr mehr oder weniger Kilometer fahren oder das Auto länger behalten, ändert sich auch das Ergebnis. Die ADAC-Werte dienen daher nur zur Orientierung.

Vergleichen Sie bei jedem Fahrzeug dieselben Kostenarten und denselben Zeitraum. Das gilt auch beim Vergleich von Elektroautos, Benzinern und Dieseln: Welches Fahrzeug bei den Gesamtkosten günstiger abschneidet, hängt vom Modell und den Annahmen ab. Ein Ranglistenwert für Gebrauchtwagen ist außerdem nicht automatisch mit einer Vollkostenrechnung für Neuwagen vergleichbar, wenn der Wertverlust dabei nicht berücksichtigt wird.

Für die eigene Rechnung können Sie alle jährlichen Ausgaben addieren und durch zwölf teilen, um eine monatliche Belastung zu erhalten. Teilen Sie die jährlichen Gesamtkosten durch Ihre Jahreskilometer, bekommen Sie zusätzlich einen Wert pro Kilometer. Die monatliche Summe zeigt, ob das Auto in Ihr Monatsbudget passt; der Kilometerpreis erleichtert den Vergleich der geplanten Nutzung mit einem anderen Modell.

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