Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Scheinwerfer, Blinker und Bremsleuchten funktionieren und die Leuchtengläser unbeschädigt sind. Mit einer zweiten Person geht der Rundgang am schnellsten; allein hilft eine helle Wand.
Der Lichttest zeigt offensichtliche Ausfälle und Schäden. Ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind und die Straße ausreichend ausleuchten, lässt sich bei einer kurzen Besichtigung nicht zuverlässig beurteilen.
Leuchten außen prüfen
Stellen Sie das Auto auf einer ebenen, sicheren Fläche ab und gehen Sie einmal außen herum. Achten Sie auf Risse, Steinschläge und starke Kratzer an den Scheinwerfern und Rückleuchten. Suchen Sie auch nach sichtbarer Feuchtigkeit oder Beschlag im Inneren. Notieren Sie vor dem Kauf, wenn eine Leuchte oder ihr Glas beschädigt ist.
Bitten Sie den Verkäufer, die Lichter einzuschalten. Die Schalter unterscheiden sich je nach Fahrzeug. Der Verkäufer sollte Ihnen die Bedienung erklären, damit Sie nicht an unbekannten Schaltern herumprobieren.
Scheinwerfer einzeln schalten
Prüfen Sie Standlicht, Abblendlicht und Fernlicht nacheinander. Achten Sie darauf, dass auf beiden Seiten Licht zu sehen ist. Tagfahrlicht und Nebelscheinwerfer können Sie ebenfalls einschalten, sofern das Auto damit ausgestattet ist.
An einer hellen Wand sehen Sie, ob auf beiden Seiten Licht erscheint und ob sich das Lichtbild beim Wechsel zwischen Abblend- und Fernlicht verändert. Das ist eine einfache Funktionskontrolle. Aus dem Lichtbild an der Wand lässt sich jedoch nicht sicher ableiten, ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind oder niemanden blenden. Dafür braucht es eine fachgerechte Prüfung.
Blinker und Warnblinker testen
Schalten Sie den linken Blinker ein und gehen Sie um das Auto. Prüfen Sie die vordere und hintere Leuchte sowie seitliche Blinker oder Spiegelblinker, falls vorhanden. Wiederholen Sie den Rundgang mit dem rechten Blinker. Schalten Sie danach die Warnblinkanlage ein und kontrollieren Sie erneut alle sichtbaren Blinkleuchten.
Die Leuchten sollten auf beiden Seiten erkennbar und gleichmäßig blinken. Fällt eine Leuchte aus oder weicht der Blinkrhythmus deutlich ab, lassen Sie die Ursache prüfen. Der Rhythmus allein zeigt nicht zuverlässig, welcher Fehler vorliegt.
Rück- und Bremsleuchten prüfen
Schalten Sie das Standlicht ein und prüfen Sie, ob die Schlussleuchten hinten auf beiden Seiten leuchten. Für die Bremsleuchten bitten Sie den Verkäufer, das Bremspedal zu drücken, während Sie hinter dem Auto stehen. Kontrollieren Sie beide Seiten und, falls vorhanden, die hoch gesetzte mittlere Bremsleuchte.
Steht keine zweite Person zur Verfügung, kann eine helle Wand helfen: Stellen Sie das Auto auf sicherem, ebenem Untergrund rückwärts nahe vor die Wand und drücken Sie das Bremspedal. An den roten Lichtreflexen erkennen Sie, ob die Bremsleuchten aufleuchten. Wenn Sie die Reflexion nicht klar erkennen, ist die Kontrolle mit einer zweiten Person zuverlässiger. Prüfen Sie die Bremsleuchten ausschließlich im Stand, nicht im fließenden Verkehr.
Auffälligkeiten vor dem Kauf klären
Funktioniert eine Leuchte nicht, ist ein Glas beschädigt oder wirken mehrere Lichter auffällig, sollte eine Werkstatt oder ein unabhängiger Fahrzeugcheck den Befund prüfen, bevor Sie den Kauf abschließen. Ein einfacher Rundgang findet offensichtliche Mängel, ersetzt aber weder die Prüfung der elektrischen Anlage noch eine vollständige Gebrauchtwagenkontrolle.