Wenn Sie ein Auto für sich und Ihren Hund kaufen, müssen Hund und Transportbox sicher hineinpassen und gut erreichbar sein. Das Kofferraumvolumen ist nur ein grober Anhaltspunkt. Entscheidend sind auch die Form des Laderaums und die Hecköffnung sowie die Höhe der Ladekante.
Testen Sie das Auto mit der vorgesehenen Box und dem üblichen Gepäck. So sehen Sie, ob die Box hineinpasst und sich befestigen lässt, der Hund bequem ein- und aussteigen kann und Platz für Zubehör bleibt.
Kofferraum und Box prüfen
Messen Sie die Transportbox aus und vergleichen Sie ihre Maße mit dem tatsächlichen Laderaum. Prüfen Sie, ob die Box in Breite, Höhe und Tiefe in den Laderaum passt. Berücksichtigen Sie auch die Form des Kofferraums. Eine schräge Heckscheibe oder Dachlinie kann den Platz für eine hohe Box begrenzen. Auch ein großes Fahrzeug bietet innen nicht automatisch eine passende Stellfläche.
Die angegebene Kofferraumgröße in Litern reicht als Entscheidungshilfe nicht aus. Hersteller messen das Volumen nicht einheitlich, und die Zahl sagt wenig darüber aus, ob eine konkrete Box hineinpasst. Legen Sie die Box bei der Besichtigung an den vorgesehenen Platz. Prüfen Sie zugleich, ob daneben oder davor noch der typische Einkauf, Kinderwagen oder das Urlaubsgepäck Platz findet.
Der Hund sollte in der Box liegen können, ohne darin unnötig viel Platz zum Bewegen zu haben. Prüfen Sie auch, ob sich die Box im Auto sicher befestigen lässt. Verzurrösen sind Befestigungspunkte im Laderaum, an denen Sie die Box mit passenden Gurten sichern können.
Einstieg und Ladekante testen
Die Ladekante ist die untere Kante der Kofferraumöffnung. Liegt sie hoch, muss der Hund einen größeren Schritt nach oben machen. Das erschwert den Einstieg besonders kleinen, älteren oder bewegungseingeschränkten Hunden. Bei vielen SUVs liegt die Ladekante wegen der größeren Bodenfreiheit höher als bei niedrigeren Fahrzeugen.
Testen Sie den Einstieg bei der Besichtigung. Kann Ihr Hund selbst hinein- und hinaussteigen? Wenn Sie ihn regelmäßig heben müssten, überlegen Sie, ob Sie das im Alltag gut schaffen. Die Probefahrt zeigt außerdem, ob Ihr Hund den Platz annimmt und Sie beide mit der Fahrt zurechtkommen.
Hecköffnung ausmessen
Die Box muss sich durch die Hecköffnung einsetzen lassen und im Kofferraum Platz finden. Vergleichen Sie deshalb die Außenmaße der Box mit der engsten Stelle der Öffnung. Formen, Verkleidungen oder eine niedrige Dachkante können das Einsetzen erschweren, auch wenn der Laderaum dahinter ausreichend groß wirkt.
Nehmen Sie die Box zur Besichtigung mit und setzen Sie sie probeweise ein. Prüfen Sie, ob sie sich ohne Verkanten hineinschieben lässt und ob ihre Tür im Kofferraum noch geöffnet und geschlossen werden kann. Achten Sie auch darauf, dass die Heckklappe frei schließt und sich die Box in der vorgesehenen Position befestigen lässt.
Zubehör und Gepäck verstauen
Leine, Decke, Wassernapf und Reisegepäck brauchen ebenfalls Platz. Verstauen Sie die Dinge so, dass sie während der Fahrt nicht durch den Innenraum fliegen. Schwere Gegenstände gehören möglichst weit nach unten und direkt hinter die Rücksitzlehne. Planen Sie den Stauraum daher mit der Box und dem Gepäck zusammen, statt nur die Größe des leeren Kofferraums zu beurteilen.
Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, Hunden auf Reisen Wasser anzubieten und Pausen einzuplanen. Wasser und Napf sollten deshalb erreichbar sein, ohne dass Sie dafür Gepäck umräumen müssen. Abwaschbare, robuste Oberflächen erleichtern die Reinigung, wenn Fell, Schmutz oder Feuchtigkeit in den Laderaum gelangen.
Hund sicher transportieren
Nach der Straßenverkehrs-Ordnung müssen Sie Ladung so sichern, dass sie bei einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver nicht verrutscht, umfällt oder herabfällt. Sie müssen auch verhindern, dass Tiere oder Ladung Ihre Sicht oder die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Die Vorschriften legen kein einzelnes Hundetransportsystem fest.
Eine ausreichend große und befestigte Box ist eine Möglichkeit. Der ADAC nennt auch passende Gurtsysteme als mögliche Lösung. Ein Trenngitter schützt die Insassen vor Gegenständen und dem Hund im Laderaum, ersetzt aber nicht automatisch die Sicherung des Hundes. Achten Sie bei jedem System auf die passende Größe und Befestigung. Bei Boxen und Gurtsystemen empfiehlt der ADAC, auf Crashtests oder DIN-Prüfungen zu achten.
Fahrzeugtypen vergleichen
Hochdachkombis haben häufig einen kantigen Laderaum, der sich gut für Boxen nutzen lässt. Kombis können ebenfalls passen, doch eine schräge Heckscheibe schränkt bei manchen Modellen die Boxenhöhe ein. SUVs bieten oft viel Innenraum, haben aber teils eine höhere Ladekante. Vans und Busse schaffen viel Platz, sind im Alltag jedoch größer als viele andere Fahrzeugtypen.
Diese Fahrzeugklassen sind nur eine erste Orientierung. Ausstattung, Sitzkonfiguration und Ladeboden verändern den nutzbaren Raum. Wählen Sie das Auto nach der Passform der konkreten Box und danach aus, ob Ihr Hund gut einsteigen kann. Fahrzeugtyp und Herstellerangaben liefern dafür nur Anhaltspunkte.
Auto mit Hund und Box testen
Bringen Sie zur Besichtigung möglichst Ihren Hund und die Transportbox mit. Prüfen Sie das Fahrzeug in der Ausstattung, die Sie tatsächlich kaufen möchten, denn ein anderer Ladeboden oder eine andere Sitzanordnung kann den Platz verändern. Eine kurze Packprobe beantwortet mehr als ein Vergleich von Literangaben.
Gehen Sie dabei diese Punkte durch:
- Setzen Sie die Box ein und richten Sie sie aus.
- Öffnen und schließen Sie Boxentür und Heckklappe.
- Prüfen Sie Befestigungspunkte und Platz für weiteres Gepäck.
- Lassen Sie den Hund ein- und aussteigen.
- Verstauen Sie Zubehör so, dass nichts lose bleibt.