Paarspielzeuge sind Sexspielzeuge für die gemeinsame Nutzung, dazu zählen tragbare Vibratoren und Ringe. Auch fernsteuerbare Toys gehören dazu. Überlegen Sie, welche Stimulation Sie möchten, wie das Toy sitzen soll und ob Sie beide es bequem bedienen können.
Die Redaktion wählte die 41 Empfehlungen aus, die 2023 veröffentlicht wurden. Sie führte keinen standardisierten Vergleichstest durch. Achten Sie bei der Wahl darauf, dass das Toy passt und sich gut bedienen lässt. Prüfen Sie außerdem Material und Pflege. Besprechen Sie vor dem Kauf, was Sie ausprobieren möchten und womit sich beide wohlfühlen.
Paar-Spielzeug nach Spielart wählen
Ein tragbarer Paarvibrator wie der We-Vibe Sync ist dafür gedacht, bei bestimmten Formen der Penetration am Körper getragen zu werden. Prüfen Sie dabei, ob Form und Größe zu den Körpern und zur gewünschten Position passen. Ein kleiner externer Vibrator lässt sich flexibler an Klitoris, Penis oder anderen empfindlichen Stellen ansetzen und eignet sich, wenn Sie die Stimulation lieber selbst platzieren.
Ein Cockring kann den Penis umfassen und je nach Form zusätzlich vibrieren. App- oder fernsteuerbare Modelle eignen sich, wenn eine Person die Einstellungen übernehmen oder das Toy aus der Distanz steuern soll. Für innere Stimulation gibt es andere Toys: Dame beschreibt den Arc beispielsweise als gebogenen G-Punkt-Vibrator mit Griff. Solche Produktangaben erklären die vorgesehene Form und Nutzung, belegen aber nicht, dass das Modell für alle Körper gleich gut passt.
Die Bezeichnung „für Paare“ sagt wenig über den tatsächlichen Einsatz aus. Überlegen Sie zuerst, ob Sie äußere Stimulation, zusätzliche Stimulation während der Penetration, innere Stimulation oder eine Fernsteuerung suchen. Danach lässt sich die passende Form leichter finden.
Achten Sie auf Bedienung und Passform
Ein Toy mit wenigen Tasten lässt sich während des Spiels oft leichter direkt einstellen. Eine App bietet zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten wie unterschiedliche Muster oder die Bedienung durch die Partnerperson, setzt aber ein Smartphone und eine Verbindung zwischen Gerät und App voraus. Wählen Sie die Funktionen danach aus, was Sie beim gemeinsamen Spiel tatsächlich nutzen möchten.
Die Hersteller beschreiben unterschiedliche Funktionen: LELO beschreibt den TOR 3 als vibrierenden Ring mit App-Verbindung für Solo- und Paarspiel. We-Vibe bietet tragbare Paarvibratoren mit Fernbedienung oder App-Steuerung an. Beim Dame Arc nennt der Hersteller fünf Intensitätsstufen und fünf Vibrationsmuster. Das sind Herstellerangaben, keine unabhängigen Testergebnisse.
Prüfen Sie anhand der Maße, ob das Toy gut greifbar ist und an der gewünschten Stelle bleibt. Mehr Intensitätsstufen oder mehrere Motoren sagen allein nicht aus, ob die Stimulation angenehm ist. Beginnen Sie mit einer niedrigen Einstellung und passen Sie sie gemeinsam an.
Prüfen Sie Material und Pflege
Für Toys, die in den Körper eingeführt werden, sind glatte, gut zu reinigende Materialien eine praktische Wahl. Dazu zählen reines Silikon, Edelstahl und Aluminium. Auch Hartplastik oder bruchsicheres Glas kommen infrage. Achten Sie auf die genaue Materialangabe: Weiche, gummiartige Stoffe wie TPE können porös sein. In kleinen Poren lassen sich Keime schwerer entfernen. Reinigen Sie solche Toys besonders sorgfältig und folgen Sie der Pflegeanleitung des Herstellers.
Waschen Sie gemeinsam genutzte Toys nach dem Gebrauch mit Wasser und milder Seife. Reinigen Sie sie auch, bevor eine weitere Person sie an den Genitalien verwendet. Wenn Sie zwischen analer und vaginaler Nutzung wechseln, reinigen Sie das Toy gründlich oder wechseln Sie ein verwendetes Kondom. Die Gebrauchsanleitung hat Vorrang, besonders bei elektrischen und nicht wasserfesten Geräten.
Beim Analspiel ist reichlich Gleitmittel nötig, da der Anus nicht selbst Feuchtigkeit bildet. Wasserbasiertes Gleitmittel ist eine gängige Option. Silikonbasiertes Gleitmittel kann Silikontoys beschädigen. Prüfen Sie deshalb, ob das Gleitmittel für Toy und Kondom geeignet ist. Bei Unsicherheit ist ein kompatibles wasserbasiertes Produkt die einfachere Wahl.
Sprechen Sie Wünsche vorher ab
Ein gemeinsames Toy kann Gespräche über Vorlieben und Grenzen erleichtern. Klären Sie vorab, wer es steuert, welche Bereiche stimuliert werden sollen und welches Signal bedeutet, dass Sie eine Pause machen oder aufhören möchten. So bleibt die Nutzung für beide freiwillig und angenehm. Wenn eine Einstellung unangenehm ist, ändern Sie sie oder legen Sie das Toy beiseite.