Prüfen Sie beim Gebrauchtwagen, welche Kontrollleuchten beim Einschalten der Zündung aufleuchten und nach dem Motorstart weiterleuchten. Ihre Bedeutung hängt vom Symbol und Fahrzeugmodell ab.
Das Fahrzeug lässt manche Anzeigen kurz aufleuchten, um ihre Funktion zu prüfen. Bleibt eine Warnleuchte an oder erscheint sie bei der Probefahrt erneut, lassen Sie die Ursache vor dem Kauf klären. Die Betriebsanleitung erklärt die Anzeige für das jeweilige Modell.
Was beim Start normal ist
Schalten Sie die Zündung ein und achten Sie auf das Armaturenbrett. Viele Kontrollleuchten leuchten zunächst kurz auf. Dabei prüft das Fahrzeug, ob sie funktionieren. Nach dem Start erlöschen sie je nach Modell in unterschiedlicher Reihenfolge. Je nach Modell können einzelne Anzeigen nach dem Start weiterleuchten.
Manche Symbole zeigen auch einen Zustand oder eine eingeschaltete Funktion an. Dazu gehören etwa die Gurtwarnung oder eine eingeschaltete Nebelschlussleuchte. Vergleichen Sie eine auffällige Anzeige deshalb mit der Betriebsanleitung, statt allein nach der Farbe oder dem Symbol zu urteilen.
Welche Warnleuchten Sie prüfen lassen sollten
Leuchtet die Motorkontrollleuchte nach dem Start weiter, zeigt sie einen Fehler an, den das Fahrzeug erkannt hat. Er kann zum Beispiel die Motorsteuerung oder die Abgasreinigung betreffen. Die Ursache lässt sich am Symbol allein nicht bestimmen. Blinkt die Leuchte schnell, kann das laut ADAC auf einen schweren Defekt hindeuten. Lassen Sie die Anzeige vor dem Kauf in einer Werkstatt prüfen.
Halten Sie bei einer roten Öldruckwarnleuchte sicher an und stellen Sie den Motor ab. Auch wenn die Leuchte nach einem Neustart erlischt, ist eine Werkstattprüfung ratsam. Wenn die Batteriewarnleuchte leuchtet, kann das unter anderem auf einen Fehler am Generator oder eine unterbrochene elektrische Verbindung hindeuten.
Bleiben die Airbag- oder ABS-Leuchte nach dem Start an, lassen Sie den Fehler ebenfalls abklären. Diese Warnleuchten betreffen wichtige Funktionen für die Sicherheit. Eine leuchtende Kontrollleuchte belegt für sich genommen allerdings noch nicht, welches Bauteil defekt ist.
Kontrollleuchten am Gebrauchtwagen prüfen
Achten Sie beim Einschalten der Zündung und direkt nach dem Start auf die Kontrollleuchten. Fotografieren Sie ein auffälliges Symbol und notieren Sie, ob es dauerhaft leuchtet, blinkt oder erst während der Fahrt erscheint. Prüfen Sie anschließend die Bedeutung in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs.
Beobachten Sie die Kontrollleuchten während der Probefahrt, auch Warnungen, die erst unterwegs erscheinen. Leuchtet eine Öldruckwarnung auf, halten Sie sicher an und stellen Sie den Motor ab, statt die Fahrt fortzusetzen.
Fragen Sie den Verkäufer, ob die Meldung bekannt ist, welche Diagnose gestellt wurde und ob es Belege für eine Reparatur gibt. Eine mündliche Erklärung wie „Das ist nur ein Sensor“ klärt die Ursache nicht. Treffen Sie bei einer ungeklärten Warnleuchte noch keine Kaufentscheidung und lassen Sie das Fahrzeug unabhängig untersuchen. Die Werkstatt liest den Fehlerspeicher aus. Bei einer leuchtenden Motorkontrollleuchte gehört das zur Diagnose.