Ein Benziner eignet sich oft, wenn Sie im Jahr wenige Kilometer fahren und auf unterschiedlichen Strecken unterwegs sind, etwa in der Stadt, auf der Landstraße und gelegentlich auch über längere Distanzen. Ob sich der Kauf lohnt, hängt vom Modell und seinem Verbrauch ab. Auch Kaufpreis und Wertverlust zählen.
Viele sehr kurze Fahrten belasten auch einen Benziner: Bei kaltem Motor steigt der Verbrauch und der Verschleiß. Wer vor allem in der Stadt fährt, sollte einen Vollhybrid vergleichen. Bei langen Pendelstrecken und hoher Fahrleistung kommt auch ein Diesel infrage.
Welches Fahrprofil passt zu einem Benziner?
Ein Benziner passt oft, wenn Sie im Jahr eher wenig fahren und Ihre Wege unterschiedlich lang sind. Für Besorgungen eignet er sich ebenso wie für regelmäßige Fahrten über Land oder gelegentliche Autobahnstrecken, sofern der Verbrauch des Modells zu Ihrem Budget passt.
Bei sehr langen täglichen Strecken sollten Sie auch einen Diesel vergleichen. Kaufpreis, Wertverlust und Betriebskosten beeinflussen das Ergebnis je nach Modell.
Fahren Sie vor allem im Stadtverkehr, prüfen Sie auch einen Vollhybrid. Er nutzt einen Elektromotor, der den Verbrennungsmotor besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten entlastet. Ein reiner Benziner bleibt eine Option, ist im Stadtverkehr aber nicht automatisch die sparsamste Wahl.
Benzinverbrauch im Alltag vergleichen
Benziner verbrauchen oft etwas mehr Kraftstoff als Diesel. Wie groß der Unterschied ist, hängt von den jeweiligen Motoren und Fahrzeugen ab. Ein kleiner Benziner kann im Alltag sparsamer sein als ein schweres oder leistungsstarkes Modell. Vergleichen Sie deshalb sowohl die Antriebsarten als auch konkrete Modelle.
Prüfen Sie deshalb den Verbrauch der Modelle, die tatsächlich infrage kommen, und berücksichtigen Sie Ihre üblichen Strecken. Im Stadtverkehr und bei kaltem Motor steigt der Verbrauch. Das Umweltbundesamt nennt für Pkw und Kombi in Deutschland einen Durchschnitt von 7,4 Litern je 100 Kilometer. Der Wert bezieht verschiedene Antriebe ein und beschreibt daher nicht den Durchschnitt speziell für Benziner.
Direkt nach dem Start kann der Momentanverbrauch stark steigen. Laut Umweltbundesamt kann er in diesem Moment rechnerisch kurzfristig bis zu 30 Liter je 100 Kilometer betragen. Das ist nicht der Durchschnitt einer ganzen Fahrt. Für den Kauf zählt vor allem, wie viel das konkrete Auto auf Ihren üblichen Wegen verbraucht.
Warum häufige Kurzstrecken den Motor belasten
Bei kaltem Motor steigt der Kraftstoffverbrauch, weil der Motor beim Warmwerden ein Gemisch mit mehr Kraftstoff braucht. Häufige kurze Fahrten belasten Verbrennungsmotoren zusätzlich. Bei einem Benziner kann Kraftstoff ins Motoröl gelangen und die Schmierung verschlechtern.
Bei kurzen Wegen kann ein Benziner besser passen als ein Diesel. Bei häufigen Kurzstrecken kann sich der Partikelfilter eines Diesels schlechter regenerieren, also selbst reinigen. Für ständig wiederholte sehr kurze Fahrten ist aber auch ein Benziner keine ideale Lösung.
Bündeln Sie kurze Erledigungen, wenn es möglich ist, oder gehen Sie sehr kurze Wege zu Fuß beziehungsweise fahren Sie mit dem Fahrrad. Lassen Sie den Motor nicht im Stand warm laufen. Fahren Sie nach dem Start los und beachten Sie die Hinweise des Fahrzeugherstellers.
Wartung und Gesamtkosten vergleichen
Ein Benziner ist nicht grundsätzlich günstiger in der Wartung. Inspektionskosten und Wartungsintervalle hängen von Marke, Modell und Wartungsplan ab. Der ADAC nennt für reine Inspektionen Kosten von 100 bis 600 Euro. Betriebsstoffe wie Motoröl sind dabei nicht enthalten. Entscheidend ist der Wartungsplan des konkreten Autos.
Häufige Kurzstrecken spielen auch bei der Wartung eine Rolle. Kraftstoff im Motoröl kann die Schmierung verschlechtern. Deshalb gilt nicht für alle Benziner dasselbe zusätzliche Wartungsintervall. Halten Sie sich an die Herstellervorgaben und informieren Sie die Werkstatt, wenn Sie überwiegend kurze Strecken fahren.
Vergleichen Sie für die Kaufentscheidung die Gesamtkosten einschließlich Kraftstoffverbrauch. Berücksichtigen Sie Kaufpreis und Wertverlust sowie laufende Posten: Kraftstoff, Versicherung und Steuer. Hinzu kommen Inspektionen und Verschleißteile. ADAC-Kostenvergleiche zeigen, dass je nach Modell und Berechnungsannahmen sowohl Benziner als auch Diesel günstiger abschneiden können. Eine allgemeine Kilometergrenze, ab der ein bestimmter Antrieb immer billiger ist, gibt es nicht.
Typische Einsatzbereiche für Benziner
Ein Benziner eignet sich oft als Alltagsauto, wenn Sie nicht sehr viele Kilometer fahren und Ihre Wege durch die Stadt, über Landstraßen und gelegentlich auch länger führen. Er kommt auch infrage, wenn Sie das Auto nur an einzelnen Tagen nutzen, solange Sie damit nicht fast nur sehr kurze Strecken mit kaltem Motor fahren.
Bei regelmäßigen langen Pendelstrecken sollten Sie Dieselmodelle mitvergleichen. Bei überwiegendem Stadtverkehr und kurzen Fahrten lohnt sich der Vergleich mit einem Vollhybrid. Fahren Sie dagegen fast nur wenige Kilometer am Stück, prüfen Sie zuerst, ob sich manche Wege bündeln oder anders zurücklegen lassen.