Komfortausstattung beim Autokauf: Welche Extras lohnen sich?
Die Ausstattung entscheidet, wie komfortabel ein Auto ist und wie viel es beim Wiederverkauf bringt. Käufer bestellen heute seltener Einzeloptionen als vor wenigen Jahren. Die Grundpreise sind gestiegen, und die Hersteller haben ihre Ausstattungslisten gekürzt.
Ein komfortables Auto braucht nicht jede Option auf der Liste. Entscheiden Sie nach Nutzungshäufigkeit und Wiederverkaufswert, statt nach dem Gefühl, möglichst viel Ausstattung zu brauchen.
Warum die Optionslisten schrumpfen
Die Zahlen von Jato, einem Analyseunternehmen für den Automobilmarkt, zeigen: In den fünf größten europäischen Märkten sind die Ausgaben für Sonderausstattung in den letzten Jahren spürbar gesunken. Der Grund ist nicht fehlendes Interesse an Komfort, sondern die gestiegenen Grundpreise. Wenn das Basismodell teurer wird, bleibt für Zusatzausstattung weniger Geld übrig.
Viele Hersteller haben ihr Angebot umgebaut. Statt langer Optionslisten mit Einzelpositionen gibt es zunehmend feste Ausstattungslinien und Pakete. Wer ein Auto vom Hof kauft, bekommt häufig ein bereits konfiguriertes Fahrzeug. Eine individuelle Anpassung ist dann nicht mehr möglich. Die Auswahl ist kleiner, aber übersichtlicher.
Diese drei Extras lohnen sich
MeinAuto.de, ein Fahrzeugvermittler, nennt drei Ausstattungen, die Sie nicht weglassen sollten: Klimaanlage, Sitzheizung und Navigation. Diese Features erhöhen den Fahrkomfort im Alltag und beeinflussen die Wiederverkaufschance stark. Ein Auto mit diesen Extras findet beim Verkauf deutlich leichter Interessenten als eines ohne diese Ausstattung.
Die Klimaanlage ist heute in fast jedem Neuwagen serienmäßig enthalten und gilt praktisch als Standard. Die Sitzheizung kostet wenig, steigert aber im Winter den Komfort erheblich. Beim Navigationssystem lohnt der Blick auf die Alternativen: Viele Fahrer nutzen die Navigation über ihr Smartphone. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, kann ein integriertes Navigationssystem trotzdem sinnvoll sein. Es stützt den Wiederverkaufswert, auch wenn Sie es selbst selten benutzen.
Pakete schlagen Einzeloptionen
Auch die Art der Bestellung beeinflusst den Preis. Wer einzelne Extras separat wählt, zahlt meist mehr als für ein Ausstattungspaket. Die Hersteller bündeln Komfortfeatures wie Sitzheizung, Lenkradheizung und elektrische Sitzverstellung zu Paketen. Diese Pakete sind günstiger als die Summe der Einzeloptionen.
Wenn Sie zwischen einem Paket und mehreren Einzelpositionen wählen, rechnen Sie die Preise gegeneinander auf. Oft enthält das Paket auch Funktionen, die Sie sonst nicht bestellt hätten. Entscheiden Sie, ob diese Extras im Alltag einen Nutzen bringen. Eine elektrische Kofferraumklappe ist angenehm, wenn Sie häufig sperrige Gegenstände laden, aber überflüssig, wenn Sie das Auto kaum beladen.
Der Wiederverkaufswert entscheidet mit
Die Ausstattung beeinflusst den Preis, den Sie beim Verkauf oder beim Gebrauchtwagenkauf erzielen. Ein Fahrzeug mit den gängigen Komfortextras lässt sich einfacher verkaufen als ein Basismodell, weil mehr Interessenten infrage kommen. Das gilt vor allem für breit nachgefragte Funktionen wie Klimaanlage, Sitzheizung und Navigationssystem.
Überlegen Sie bei jeder teuren Option, ob sie den Wertverlust übersteht. Exklusive Extras wie Keramikbremsen oder ein High-End-Soundsystem kosten in der Anschaffung viel, bringen aber beim Wiederverkauf kaum einen Aufpreis, weil Gebrauchtwagenkäufer für solche Besonderheiten selten deutlich mehr zahlen. Alltagstaugliche Komfortfunktionen behalten ihren Wert dagegen besser.